Digitalisierung in der Industrie


Mit dem Begriff „Industrie 4.0“ werden die bahnbrechenden Änderungen erfasst, die in Unternehmen aller Branchen seit den 1990er-Jahren stattfinden. Der Wandel von Arbeitsprozessen und Tätigkeiten fand seinen Anfang bereits zu Beginn der ersten Industriellen Revolution Mitte des 18. Jahrhunderts. Mit jeder anschließenden industriellen Revolution – von 1.0 zu 4.0 – wurden Technologien maßgeblich verbessert und mehr und mehr in den beruflichen Alltag integriert.

Definition Industrie 4.0:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie definiert Industrie 4.0 als „intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie“.

Das betrifft u.a. folgende Anwendungsfelder: Fertigung, Mobilität, Gesundheit, Klima und Energie. Der Einsatz von Robotic ergänzt die Arbeit, die der Mensch leistet.
Außerdem sind drei technologische Errungenschaften kennzeichnend für den Prozess:
1. Sensoren werden immer kleiner, vernetzter und günstiger.
2. Schnellere Prozessoren und größere Speicherkapazitäten bieten immer höhere Rechenleistungen zu niedrigeren Kosten.
3. Übergreifende Netzwerke ermöglichen eine ortsunabhängige Kommunikation.

Autor: Sophia Volz, ccc software gmbh

Von Industrie 1.0 zu 4.0 – Meilensteine der Entwicklung


  • Industrie 1.0

    Mitte des 18. Jahrhunderts ergänzten erstmals Dampfmaschinen und mechanische Produktionsanlagen die menschliche Arbeit: Die maschinelle Produktion entstand, wodurch sich Produktions- und Transportkapazitäten erhöhten. Die Industrie 1.0 ersetzte die damals vorherrschende Agrar- durch die Industriegesellschaft.

  • Industrie 2.0

    Anschließend – gegen Ende des 19. Jahrhunderts – entwickelte sich die Arbeit am Fließband. Die sogenannte Massenproduktion kam auf, man entdeckte das Prinzip der Arbeitsteilung. Diese erhöhte einerseits die Arbeitseffizienz, andererseits wurde das Arbeiten monotoner.

  • Industrie 3.0

    Die Industrie 3.0 startete ca. Ende der 1970er-Jahre und war durch den erstmaligen Einsatz von Computern und Industrierobotern gekennzeichnet.

  • Industrie 4.0

    Eine bisher nicht da gewesene Ausprägung der Automatisierung bringt die Industrie 4.0 mit sich, die in den 1990er-Jahren begann und bis heute andauert. Der Mensch arbeitet nun Hand-in-Hand mit Robotern. Maschinen übernehmen immer mehr Aufgaben, die bisher Menschen geleistet haben. Dadurch werden Prozessketten vollständig automatisiert. Als Beispiel ist hier die Künstliche Intelli-genz (KI) zu nennen, die bereits heute – beispielsweise in der Sprachsteuerung – wichtige Aufgaben übernimmt.

FAQ: Digitalisierung in der Industrie praktisch



Durch die Digitalisierung der Prozesse entlang der Wertschöpfungskette werden sowohl eine erhöhte Produktivität als auch verkürzte Durchlaufzeiten und eine besser steuerbare Produktion erreicht. Damit kann ein Unternehmen massive Kostenvorteile erzielen. Zudem steigen die Flexibilität und die Ressourceneffizienz.

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Der Mensch, der im Mittelpunkt der sich wandelnden Arbeitswelt steht, befindet sich im Spannungsfeld zwischen der ständigen Erreichbarkeit im Beruf und seinem Privatleben.

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